Eine Wallet speichert nicht deine Coins, denn die liegen immer auf der Blockchain. Sie speichert deinen privaten Schlüssel, mit dem du Transaktionen freigibst. Wer den privaten Schlüssel oder die daraus erzeugte Seed Phrase (12 oder 24 Wörter) kennt, hat vollen Zugriff auf alle Werte.
Hot Wallet
Eine Hot Wallet ist mit dem Internet verbunden, meist als App am Handy oder als Browser-Erweiterung.
- Beispiele: MetaMask, Trust Wallet
- Vorteile: kostenlos, schnell eingerichtet, bequem für den täglichen Gebrauch und für Smart Contracts
- Nachteile: angreifbar durch Schadsoftware, Phishing-Seiten oder gefälschte Apps
Cold Wallet
Eine Cold Wallet speichert den privaten Schlüssel offline, meist auf einem eigenen Gerät (Hardware Wallet). Das Gerät wird nur für eine Transaktion verbunden, die Freigabe erfolgt per Knopfdruck direkt am Gerät.
- Beispiele: Ledger, Trezor
- Vorteile: Der Schlüssel verlässt das Gerät nie. Selbst ein infizierter Computer kann ihn nicht auslesen.
- Nachteile: kostet Geld, etwas umständlicher in der Handhabung
Empfehlung
Größere Beträge, die du länger hältst, gehören in eine Cold Wallet. Für kleinere Beträge im täglichen Gebrauch reicht eine Hot Wallet.
Für beide gilt
- Schreib die Seed Phrase auf Papier und bewahre sie sicher auf. Kein Foto, keine Cloud, keine E-Mail.
- Niemand Seriöses fragt jemals nach deiner Seed Phrase, auch kein Support und keine Börse.
- Kopiere Empfängeradressen nie aus dem Transaktionsverlauf. Betrüger schicken Kleinstbeträge von Adressen, die deiner echten Adresse zum Verwechseln ähnlich sehen (Address Poisoning).
Hinweis zu Börsen
Wenn deine Coins auf einer Börse wie Binance oder Bitpanda liegen, hält die Börse die Schlüssel für dich. Du musst der Börse dann vertrauen. In der Crypto-Welt sagt man dazu: „Not your keys, not your coins.“